Integrationsstaatssekretärin Serap Güler besucht Sikh-Tempel in Essen

Integrationsstaatssekretärin Güler besuchte den im April 2016 von salafistischen Attentätern mit einer Bombe beschädigten Sikh-Tempel in Essen. Bei dem Attentat wurden drei Menschen zum Teil schwerverletzt. Der Sikhismus ist eine vor 550 Jahren durch den Wanderprediger Guru Nanak in Nordindien entstandene monotheistische, kastenlose, nicht-missionierende Religion. Sie widmet sich besonders der Mildtätigkeit und dem Schutz der Schwachen und Verfolgten. Im goldenen Tempel, dem Heiligtum der Sikhs in Amritsar (Indien), werden täglich 80.000 bis 100.000 Menschen aller Religionen kostenfrei verköstigt. Weltweit gibt es ca. 25 Millionen Sikhs.

Die Sikhs haben sich besonders in der Diaspora ein hohes Ansehen erworben. In Kanada gibt es zum Beispiel vier Sikhs[1] im Kabinett von Ministerpräsident Trudeau. Weltweit sind Angehörige dieser Religion bestens integriert. Sie finanzieren u.a. die Hilfsorganisation Khalsa Aid, die sich auf die Hilfe in Krisenregionen wie z.B. Syrien spezialisiert hat bzw. investieren in den Bau von religionsoffenen Universitäten in Indien.

Äußerliches Kennzeichen der Sikhs sind ein Turban und langes nie geschnittenes Barthaar und ein Armreif. Das Haar soll den Sikh daran erinnern die Naturgesetze zu respektieren. Der Armreif dient als Erinnerung daran, dass er nichts Schlechtes mit dieser Hand tun soll. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Weibliche Sikhs heißen Kaur, Prinzessin. Jeder männliche Sikh trägt den Beinamen Singh, Löwe.

Jeder Besucher des Gurdwara Nanaksar Sat Sang Darbar Essen (Tor zum Guru) wird zu einem indischen Tee und zu einer einfachen vegetarischen Mahlzeit eingeladen.

Frau Staatsekretärin Güler wurde vom Vorsitzenden der Sikh-Gemeinde Essen, Amrik Singh, über den Wunsch der Gemeindemitglieder informiert einen neuen Tempel zu bauen. An Sonntagen besuchen mehr als 500 Sikhs aus Nordrhein-Westfalen den Tempel. Bei hohen Feiertagen sind auch mehrere tausend Sikhs auch aus dem benachbarten Ausland anwesend. Die bescheidenen Räumlichkeiten an der Bersonstraße sind entschieden zu klein geworden.

Die Sikhs respektieren alle Religionen und sind kooperierendes Mitglied im Initiativkreis der Religionen in Essen (IRE).

Textquelle: Sabrina Bersheim und Dr. Thomas Grunau – Bildquelle: Sony Sahrai.

[1] https://www.forbes.com/sites/leezamangaldas/2017/10/04/sikh-lawyer-jagmeet-singh-becomes-canadas-first-non-white-politician-to-lead-a-major-party/#741b379676aa

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